Neues Schloss Meersburg

1743 - 1775

Deckenbild Göttliche Vorsehung

Casimir Anton von Sickingen (reg. 1743-1750), der Nachfolger Schönborns, nimmt keine entscheidenden baulichen Veränderungen vor. Erst unter Franz Konrad von Rodt (reg. 1750-1775) wird ab 1759 die Umgestaltung der Fassaden sowie der Innenräume vorangetrieben und das Neue Schloss zur fürstbischöflichen Residenz.

Stuckrelief im Appartement des Fürstbischofs

Von Rodt verpflichtet den Deutschordens-Baumeister Franz Anton Bagnato, der, neben zahlreichen weiteren Umbauten, die Schlossfassaden mit geschwungenen Giebeln und reicher Ornamentierung versieht und die Raumaufteilung verändert.
Für die malerische Ausstattung des Treppenhauses und des Festsaals wird Giuseppe Appiani in Dienst genommen. Der kurmainzische Hofmaler thematisiert in zwei großartigen Fresken die „Verherrlichung der fürstbischöflichen Regentschaft“ sowie die „Verehrung der göttlichen Vorsehung“, bewegte, farbenreiche Szenerien vor lichtvollen Himmelsausschnitten.
Von großer Meisterschaft und Originalität sind auch die zarten, erzählerischen Stuckaturen Carlo Pozzis. Die phantasievollen Reliefs schmücken die Decken in den beiden Obergeschossen.

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Technische Beratung, Gestaltung, Konzept und Umsetzung: Ralf Gatzki und Friederike Rook