Fürstbischof Damian Hugo von Schönborn schrieb am 21. Oktober 1740 an den Geheimen Rat zu Meersburg über die beabsichtigte Vollendung des Neuen Schlosses:
"Daß aber der bau von Bruder Christoph (Gessinger) gantz frey bleibet, ist uns lieb, dann es wirdt diesen winder schondt (...) der ahnstaldt zu einer wohnbahren guthen eintheillung gemagdt werden, der riß ist praeter propter schondt förtig, undt ist just der würtzburgische obrist lieutenant Newman (Balthasar Neumann) bey uns gewesen, so unser concepdt zu papir gebragdt. Das gantze werck besteht dahrin, daß eine bessere undt newe Stüche (Stiege) ahngehencket (...) werden (...) Alsdan aus den stall dahrin ein hofcappel (Hofkapelle) gemagdt wird, das erstere stockwerk vor die hoff officier, der mittlere stock zu unserer wohnung und der tritte stock vor frembdte eingetheillet (wird)".
In einem Brief vom 11. September 1741 an Damian Hugo von Schönborn rechtfertigt Balthasar Neumann seine Honorarforderungen: Er "...werde eine Arbeit herstellen, dass Seine hochfürstl. Eminentz selbsten sehen werden, das dis mein begehren ain gar billicher Lohn vor einen Kinstler ist".