Außenansicht des Neuen Schlosses Meersburg

Malerische Barockresidenz

Das Schloss

Die ehemalige Residenz der Fürstbischöfe von Konstanz fällt vor allem durch ihre malerische Lage am Steilhang hoch über dem Ufer des Bodensees auf. Von der Terrasse aus ergibt sich ein grandioser Blick auf das Panorama der Alpen – ein fast mediterranes Flair ist hier zu spüren.

Blick vom Bodensee auf Meersburg und das Schloss

Malerisch liegt das Schloss über Stadt und See.

Gesamtensemble mit überragender Wirkung

Zu dem großartigen Ensemble der fürstbischöflichen Residenz, aufgereiht am Ufer des Bodensees, gehören vier monumentale Bauten: die mittelalterliche Meersburg – die erste Residenz der Fürstbischöfe –, das zentrale Neue Schloss, der Reithof, in dem sich heute das Staatsweingut befindet und das ehemalige Priesterseminar, heute das Droste-Hülshoff-Gymnasium. Auch die Bebauung der Meersburger Altstadt spiegelt immer noch das typische Bild eines barocken Residenzortes wider – mit dem Neuen Schloss als Mittelpunkt.

Giebel mit Wappen und Statuen, Neues Schloss Meersburg, Foto: Hermann Böhne

Prächtiger Schmuck am Schlossgiebel.

Fürstliches Repräsentationsbedürfnis

Anfang des 16. Jahrhunderts verlegten die Fürstbischöfe von Konstanz ihre Residenz von der protestantisch gewordenen Bischofsstadt nach Meersburg. Zunächst bewohnten sie das Alte Schloss, die Meersburg. Doch mit zunehmendem Repräsentationsanspruch genügte der mittelalterliche Bau nicht mehr. Ab 1710 ließ Fürstbischof Johann Franz von Stauffenberg seine Residenz mit einem „Neuen Bau“ neben dem Alten Schloss erweitern. Der einflügelige Bau wurde im Rohbau fertig gestellt und zunächst als Kanzleigebäude genutzt.

Spiegelsaal im Neuen Schloss Meersburg mit Kronleuchter und Deckengemälde

Repräsentativ: der barocke Festsaal.

Franz Conrad von Rodt – der Vollender des Schlosses

Unter Fürstbischof Damian Hugo von Schönborn wird der Neue Bau als Schloss weiter ausgebaut. Das repräsentative Treppenhaus entsteht ebenso wie die Schlosskapelle – beide nach den Entwürfen des berühmten Baumeisters Balthasar Neumann geschaffen. Franz Conrad von Rodt führt den Bau und die prächtige Innenausstattung unter der Leitung Franz Anton Bagnatos weiter. Nach fast 60-jähriger Bauzeit konnte der Fürstbischof 1762 in das Neue Schloss einziehen. Reithof und Priesterseminar ergänzen die barocke Anlage.

Panorama-Ansicht des Neuen Schlosses Meersburg mit Blick auf den Bodensee; Foto: SSG/Ronge

Mediterranes Flair am Bodensee.

Vollkommene barocke Residenz

Auch ein Garten fehlte nicht in dieser fürstlichen Residenz. Bereits an der alten Meersburg hatte es einen auf einer Terrasse hoch über dem Bodensee gegeben. Das Neue Schloss wurde ebenfalls mit einem Lustgarten ausgestattet – die kleine Terrasse mit dem gelben Gartenpavillon ist heute noch erhalten! Das Ensemble mit der alten Meersburg, dem Garten und dem neuen Regierungsgebäude – dem Schloss – entsprach somit völlig dem Repräsentationsbedürfnis des Barocks, das auch für die Fürstbischöfe wichtig war.

Wenn Sie von der Gartenterrasse ins Innere des Schlosses gehen, achten Sie auf die witzigen Stuckbilder und besuchen Sie das Naturalienkabinett – zwei der besonderen Schätze des Meersburger Schlosses!

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