Blick in den Ausstellungsraum, Neues Schloss Meersburg

Geschichte erleben

Ausstellungen

In Schloss Meersburg sind die fürstlichen Prunk- und Wohnräume zu besichtigen. Darüber hinaus präsentiert ein Museumsbereich ungewöhnliche Themen, die mit der Geschichte des Schlosses und seiner Bewohner zu tun haben.

Ausstellungsraum, Neues Schloss Meersburg

Die Beletage ist heute Schlossmuseum.

Neu eingerichtete Beletage

Das Herzstück des Neuen Schlosses, die Beletage, ist heute als Schlossmuseum neu eingerichtet. Die Wohn- und Prunkräume der Fürstbischöfe vermitteln facettenreich Informationen zum Schloss und zum Leben seiner Bewohner. Themenschwerpunkte mit originalen Exponaten sind die barocke Jagd, die Musik, Wein und Weinbau, aber auch das Verhältnis von Stadt und Hof. Besondere Höhepunkte sind das ehemalige Naturalienkabinett und die Räume mit wertvollen Wandteppichen.

Violine mit Kasten, Ausstellungsstück, Neues Schloss Meersburg; Foto: Werner Hiller-König

Der Fürstbischof liebte gute Musik.

Musik und Wein am Hof

Der mit geistlichen Bildmotiven – zum Beispiel Putti mit Krummstab und Schwert – im Stuck geschmückte Raum fungierte ursprünglich als „Kapellzimmer“. Stuckdetails zeigen die besondere Bedeutung der Musik am fürstbischöflichen Hof. Im heute „Musik- und Weinzimmer“ genannten Raum sind Saiteninstrumente und Notenblätter ausgestellt. Aber auch der Wein, der von den Meersburger Rebhängen stammte, spielte eine wichtige Rolle. Die Präsentation nimmt darauf Bezug – unter anderem sind ein Stillleben mit Früchten und ein wertvoller gläserner Deckelbecher zu sehen.

Fürstbischöfliches Naturalienkabinett, Neues Schloss Meersburg

Die Naturaliensammlung war bekannt und beliebt.

Fürstbischöfliches „Naturalienkabinett“

Die Fürstbischöfe von Konstanz waren begeisterte Sammler, die sich insbesondere für Muscheln, Schnecken, Mineralien und Fossilien interessierten. Das macht heute die Präsentation im „Naturalienkabinett“ deutlich, in dem eine Vielzahl von Muscheln und Fossilien ausgestellt ist. Schon zu Lebzeiten Maximilian Christoph von Rodts war dessen Sammlung so bekannt, dass die Menschen nur ihretwegen nach Meersburg reisten. Insbesondere die Öhninger Fossilien waren „bey weitem das berühmteste was im Constanzischen zu finden ist…“.

Residenz am „Meer“

Die neue museale Präsentation bietet in diesem „Bodensee-Raum“, dem ehemaligen Wohnzimmer, einen Blick auf den Bodensee und die umliegende Landschaft: Ein dreidimensionales Modell und Panorama-Bilder veranschaulichen die Umgebung Meersburgs. Der Bodensee war bereits im 18. Jahrhundert wichtig, denn auf dem Wasserweg konnte der Bischof am schnellsten von seiner Meersburger Residenz zur Bischofskirche in Konstanz gelangen.

Besucher an Vitrine im Jagdzimmer, Neues Schloss Meersburg

Im historischen Ambiente des Jagdzimmer sind Waffen zu betrachten.

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